Arkanum Praxis für Therapie, Homöopathie, Astrologie, Familienstellen in Lindau am Bodensee
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Krankheit – der Weg der Heilung

Das Seminar

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In diesem Seminar wollen wir ein Thema in den Fokus unserer Betrachtung und unserer Erfahrung stellen, das sehr eng mit dem Thema des Sterbens verbunden ist.
Krankheit und Heilung sind Lebensbereiche, die jeden von uns betreffen und denen wir mitunter hilflos ausgeliefert sind. Von daher lohnt es sich durchaus, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen.
Wir begegnen hier einem seelischen Bereich unseres Lebens, das uns das Thema der Polarität ebenfalls deutlich vor Augen führt.

Gesundheit wird als eines der höchsten Güter des menschlichen Daseins betrachtet, Krankheit wird bekämpft und dieser Kampf kostet jährlich mehrere Milliarden.
Es gibt wohl kaum einen Bereich im Leben, in dem sich der Mensch so entschieden auf eine Seite der Polarität stellt, wie bei diesem Thema. Was uns oft nicht bewusst ist, ist die Tatsache, dass sich auch hier beide Pole gegenseitig bedingen: ohne Krankheit gibt es keine Gesundheit und ohne Gesundheit gibt es keine Krankheit.
Wir wollen unsere Krankheiten bzw. unsere Krankheitssymptome nicht, wir wollen sie in uns nicht haben. Wir wollen gesund sein bzw. gesund bleiben.

Um dieses Thema in seiner ganzen Tragweite verstehen zu können, müssen wir wieder an den Anfang zurück. Seit Anbeginn tragen wir eine Urschuld auf unseren Schultern. Diese Schuld, die damals im Paradiesgarten ihren Anfang nahm, besteht darin, dass wir nicht ganz sind, d.h. wir haben bestimmte Anteile von uns abgespalten die wir in uns nicht haben wollten, die in unseren Augen böse oder schlecht waren oder sind. Diese Teile haben wir, wie wir inzwischen wissen, ins Schattendasein verbannt. Von dort aus versuchen sie nun auf sich aufmerksam zu machen, damit wir sie erkennen können und sie in unsere Seele integrieren können, als Teile von uns selbst.

Wir alle sind krank – weil wir in der Schuld sind.
Wir alle sind krank an unserer Seele. Der Mensch ist von Natur aus unheil, da er in der Welt der Polarität lebt, auf der Suche nach der verlorenen Einheit, dem Paradies.
Erinnern wir uns: Der Mensch und sein Weib, beide haben das verleugnet, was sie getan haben – vom Apfel der Erkenntnis zu essen – . Durch diese Verleugnung haben sie die Tat abgespalten und sie auf die Schlange, als Schuldige übertragen.
So trägt die Schlange unsere Schuld heute immer noch, denn sie hat die Schuld nicht abgespalten, Sie wurde nicht aus dem Paradies vertrieben und deshalb ist sie unsere mächtige Verbündete auf unserem Heilungsweg. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade die Schlange als Symbol der Heilung im Bereich der Medizin immer wieder auftaucht (Äskulapstab).

Auch in der Homöopathie verwenden wir Mittel von verschiedenen Schlangen um auf unserem Weg zur Heilung weiterzukommen.
Wir alle müssen, um in unserem Bild zu bleiben, zur Schlange zurückkehren. Wir müssen sie erhöhen, wie es im Äskulapstab so schön zu erkennen ist. Wir müssen unseren Teil der Schuld wieder zu uns zurückholen. Die Schlange trägt sie immer noch für uns und wartet seit Äonen, dass wir endlich kommen, um unseren Teil der Schuld, die sie immer noch für uns trägt, zu uns zurück zu holen.

Beim Äskulapstab winden sich zwei Schlangen um beide Pole der Wirklichkeit, durch beide Polaritäten. Sie verfügt über das Gift das töten und das heilen kann. (das englische „gift“ heißt „Geschenk“). Die Aufgabe des Arztes ist es also, aus dem Gift ein Geschenk zu machen, an dem der Patient wachsen und heil werden kann.

Da wir nicht bereit sind, freiwillig in unsere Schattenbereiche abzusteigen um unsere abgespaltenen Teile kennenzulernen – wer weiß, auf welche Gestalten wir da treffen – brauchen wir die Welt: Wir brauchen Menschen, wir brauchen Schicksal („Schick salus“, das Heil), wir brauchen Krankheit usw., um auf unsere unerlösten Schattenanteile aufmerksam zu werden. Jede Krankheit ist immer eine Einladung an die Schlange.

Krankheit kann uns den Weg zeigen, wie wir mit unseren fehlenden Teilen (im Bewusstsein) wieder in Kontakt kommen können.

Deshalb ist jede Krankheit der erste Schritt zur Heilung und Krankheit ist die Voraussetzung, dass Heilung überhaupt stattfinden kann!

Alles was uns im Außen begegnet kann für uns zum Heils – bringer werden, so wie vor 2000 Jahren ein Heiland zu uns kam, der uns einen Weg gezeigt hat, um wieder heil zu werden.

Wenn wir den Begriff „Gesundheit“ näher betrachten, so können wir erkennen, daß darin das Wort „Sünde“ steckt. Gesundheit heißt im übertragenen Sinn: Einssein mit der Sünde – einssein mit der Schuld – einssein mit der Abspaltung. Auch treffen wir wieder auf die tiefe Forderung, die seit Anbeginn an uns Menschen herangetragen wird:
Einverstanden zu sein, mit allem, was ist.

„Wenn ein Mensch tausend Todsünden begangen hätte und er wäre in der rechten Verfassung, so dürfte er nicht wünschen, er hätte sie nicht begangen. Der gute Mensch soll seinen Willen so dem göttlichen Willen angleichen, dass er selbst alles will, was Gott will: Weil nun Gott in gewisser Weise will, dass ich gesündigt habe, so wollte ich nicht, dass ich keine Sünde begangen hätte. Und das ist wahre Buße.“ (Meister Eckehart)

Krank sein bedeutet nichts anderes, als dass sich einer oder mehrere Schattenanteile im Körper materialisiert haben. Wir können auch sagen: Es sind 2 oder mehr unserer inneren Personen, die da im Clinch miteinander liegen.

Systemisch betrachten können wir sehen, dass jede Krankheit, welchen Namen sie auch immer trägt, immer auf eine Person aus unserem Familiensystem schaut, die nicht gesehen wird und deren Schicksal nicht anerkannt wird oder die einfach vergessen wurde.

Als uns der Arzt in früheren Zeiten fragte, was uns denn fehle, so konfrontierte er uns damit mit einer Frage, die die Antwort bereits in sich trug, wenn wir nur bereit gewesen wären, uns mit dieser Frage zu beschäftigen. Dies ist die wichtigste Frage, die ein Arzt, so er diesen Namen verdient, stellen kann.
Er hätte uns, systemisch betrachtet, auch fragen können: Wer fehlt ihnen?
Auch hier trifft er genau ins Schwarze, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir brauchen die Krankheit, um erkennen zu können, was uns fehlt. Dabei dürfen wir nicht der Versuchung verfallen, zu glauben, dass wir gesund wären, nur weil wir keine Symptome haben.
Alle körperlichen, seelischen und geistigen Symptome sind lediglich Ausdruck einer Störung, die sehr viel tiefer liegt. Und so stehen wir vor der Frage, ob wir weiterhin Symptome aus der Welt schaffen wollen oder ob wir uns die Mühe machen wollen, diesen Symptomen ganz bewusst entgegen zu gehen, ihnen den Raum zu geben, dass wir sie erkennen können und ihnen als Wegweiser ins Innere unserer Seele zu folgen.

Alle Symptome sind Ausdruck unserer Schuld, unserem Sturz aus der Einheit. Sie sind Ausdruck der Störung von Körper – Seele und Geist. Wenn wir bereit sind, unsere Krankheiten nicht mehr als unsere Feinde zu sehen, die es zu bekämpfen gilt – bei Licht betrachtet ist dies ein hoffnungsloses Unterfangen – sondern als unsere Verbündeten, die uns den Weg zu jenen Seelenanteilen wiesen wollen, die wir abgespalten haben und die zu uns zurück möchten, dann können wir erahnen, wie wichtig die Krankheit für uns ist.

Dies hat sich auch in jeder Aufstellung, in der wir eine Krankheit in den Fokus gerückt haben, bestätigt. Hier darf z. B. der Patient, der an einer Depression erkrankt ist, erkennen, dass die Depression sein größter Freund ist, der ihn davor schützt, auf eine Person bzw. ein Thema schauen zu müssen, das noch im Dunkeln liegt.