ARKANUM – Lebensschule – begleitete Wege in die Freiheit
Die ARKANUM – Lebensschule ist eine Einladung an alle, die bereit sind, sich über einen Zeitraum von 3 Jahren ganz gewusst auf sich, ihr Leben, auf die Begegnung mit anderen Menschen und vor allem auf die eigene Seele einzulassen, die durch schmerzhafte Lebenssituationen, Situationen des Leidens und der Krankheit belastet ist.
Die Neue ARKANUM – Lebensschule
In einer Nacht inmitten des tunesischen Sandmeeres wurde mir eine Vision offenbart, die mein Leben und dadurch auch meine Arbeit seither wesentlich prägen.
Es war die Vision, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in der sich die Zelle der Menschheit bereit ist zu teilen. Es möchte sich eine neue Zelle entwickeln, die all jene Seelen einladen möchte, den endlosen Weg von Karma und Wiedergeburten zu überwinden, um in eine neue Bewusstseinsebene eintreten zu können.
Die einzige Voraussetzung, um diese neue Zelle betreten zu können, besteht darin, dass wir bereit sind unsere gesamte Angst in unser Bewusstsein zu holen und sie so für immer hinter uns lassen zu können. Da das Thema der Angst bei jedem Menschen das zentrale Thema ist, liegt es auch auf der Hand, dass diesen Wechsel nicht alle Seelen vollziehen werden. Es werden 80 % der Menschen sein, die sich auch weiterhin noch in der alten Zelle manifestieren werden, da der Schritt über die Angst hinaus für diese Seelen noch zu groß ist. Diese Seelen haben noch eine andere Aufgabe.
20% der Menschen sind inzwischen so weit, dass sie in der Lage sind, diesen Entwicklungsschritt zu vollziehen, mit allem, was es jeden einzelnen von ihnen kostet.
Ich bin sehr erfüllt und dankbar gleichermaßen, dass sich mir meine Seele vor einiger Zeit offenbart und mir zum Ausdruck gebracht hat, dass die Zeit jetzt gekommen und reif ist, um eine alte Tür zu schließen, so dass sich eine neue Tür öffnen kann. Diese alte Tür, in der sich die bisherige Lebensschule bewegt hat ist nicht etwa falsch und so waren die Bewegungen innerhalb dieser Tür notwendig, um überhaupt in diese neue Tür geführt werden zu können.
Die alte Tür war bisher geprägt von Angst und vom Festhalten an scheinbaren Sicherheiten, Selbstlügen, Missbrauch, Suchtverhalten, innerer und äußerer Unverbindlichkeit, Selbstzerstörung usw.
Dies alles war notwendig, damit uns das daraus resultierende Leid den Schlüssel für unser Erwachen in die Hand geben konnte. Dieser Schlüssel hilft uns jetzt, mit allem was in uns ist, uns ohne Erwartung und vollem Vertrauen dieser neuen Tür zu nähern.
Unser Leiden und unsere Angst sind und waren immer Ausdruck von einer dunklen inneren Gestalt, die wir alle während unserer Kindheit erschaffen haben: unser dunkles Kind. Diesem dunklen Kind haben wir das Ruder überlassen indem wir an seinem Selbstzerstörungswerk festhalten. Gleichzeitig möchte uns dieses Kind vormachen, dass wir ja längst erwachsen sind. Dieser sogenannte Erwachsene in uns tanzte aber von Anfang an nach der Musik dieses dunklen Kindes, das wir alle selbst erschaffen haben. Aus Angst und weil wir uns dadurch auch sicher fühlen, halten wir an diesem inneren Trugbild und dieser Selbstlüge fest, denn: Leiden ist bekanntlich immer leichter als lösen.
Solange dieses dunkle Kind in uns noch nicht mit uns versöhnt ist und es sich dadurch noch nicht verwandeln konnte, ist es uns auch nicht möglich, unseren inneren Erwachsenen zu erlösen. Wie König Théoden von Rohan in „Der Herr der Ringe“ befindet sich dieser Erwachsene in tiefer, dunkler Trance und unter der Herrschaft bestimmter dämonischer Seelenanteile, ist er völlig unfähig, seine Aufgaben, die ihm übertragen wurden, auszuführen. So kann sein Volk nur weiterhin leiden und ist so seinem Untergang ausgeliefert.
Unser erlöster und dadurch erwachter Erwachsener in uns ist geprägt von Selbstakzeptanz für alles, was wir in uns vorfinden, von Ernsthaftigkeit und Selbstverantwortung, von Bewusstheit und Akzeptanz gegenüber allem, was ist. Nur mit diesem erlösten und kraftvollen Erwachsenen in uns kann auch das innere Kind und alle anderen Seelenanteile erlöst werden.
Diese Neue Lebensschule ist eine Einladung an alle, die bereit sind, sich über einen Zeitraum von 3 Jahren bzw. wenn gewünscht auch auf 5 Jahre ganz bewusst und voll Vertrauen auf sich selbst, ihr Leben, auf die Begegnung mit anderen Menschen und vor allem auf die eigene Seele einzulassen, die durch schmerzhafte Lebenssituationen und Angst belastet ist.
Die systemische Arbeit, wie wir sie vom Familienstellen her kennen, bildet das Grundgerüst auch in unserer neuen Lebensschule. Diese Aufstellungsarbeit hat allerdings inzwischen so gut wie nichts mehr mit dem ursprünglichen Familienstellen zu tun, wo wir noch beschäftigt waren, etwas, was aus der Ordnung gefallen ist, wieder einer Ordnung zuzuführen. Dies war vor vielen Jahren der Beginn einer Bewegung, die uns überhaupt erst einmal in eine geistige Bewegung bringen wollte, die uns heute geschenkt wird. In dieser Arbeit sind wir eingeladen, unseren Verstand zu verlassen, so dass wir zum Wesentlichen in uns gelangen können. Wenn uns das gelingt, dann dürfen wir wahre Wunder in unserem Leben erfahren. Natürlich ist der Verstand ein wichtiger Teil in uns und ohne ihn könnten wir unser Leben nicht so organisieren, wie es notwendig wäre. Doch wir haben vor langer Zeit unserem Verstand die Herrschaft überlassen, so dass sich unser Herz immer mehr zurückziehen musste.
Diese Bewegungen, über unseren Verstand hinaus, laden uns ein, uns jedem anderen gegenüber als gleich zu erleben. Nur wir selbst halten an der Trennung und damit am Leiden fest. „Ich bin so, wie Du und Du bist so, wie ich!“ Diese Erkenntnis weist uns den Weg der Heilung und darf sich mehr und mehr in uns ausbreiten. So dürfen wir das, wovon wir noch getrennt sind, wieder liebevoll in unser Herz nehmen. Von daher spielt die Begegnung mit anderen Menschen eine zentrale Rolle auf unserer gemeinsamen Heldenreise.
Neben diesen geistigen und seelischen Bewegungen, sind wir auch eingeladen, uns über Meditation, Phantasiereisen und Körpererleben selbst mehr wahrzunehmen und zu erfahren. Dabei geht es immer um ein direktes Erleben und weniger um ein verstandesmäßiges Verstehen wollen.
So lernen wir mit jedem Schritt, den uns unsere Seele durch dieses Nadelöhr führt, uns wieder so anzunehmen und zu lieben, wie wir sind. So kommen wir wieder in Kontakt mit unserer Lebenskraft, die sich vor allem auch über unser Herz und damit über unsere Liebe offenbart. Wir finden immer mehr den Mut, uns dem Fluss unseres Lebens hinzugeben und die Wunder des Lebens, in welcher Form sie auch immer auf uns warten mögen, zu feiern.
Diese Neue Lebensschule möchte uns einladen, miteinander diese neue Tür, dieses Nadelöhr zu betreten um aufzuwachen und zu erkennen, dass wir es selbst sind, die uns aus Angst im Tiefschlaf festgehalten haben und nicht bereit waren, zu erkennen, dass es unser eigenes Leben ist, für das nur wir selbst verantwortlich sind. Wir haben uns unserer Angst so bedingungslos ausgeliefert, dass wir unzählige Opfer gebracht haben, um unserer Wahrheit über uns selbst, entkommen zu können.
Wir fanden uns immer wieder in Situationen des Leidens und der Angst und unser Ego ließ nichts unversucht, die rettende Lösung doch noch zu finden. Nachdem wir erkennen mussten, dass der 10. Therapeut uns auch nicht wirklich helfen konnte, hatten wir kein Problem auch zum 11. Therapeuten aufzubrechen.
„Das Einzige, was Du nicht findest, ist das, was Du suchst“ (ARKRON)
Die Wahrheit, die sich mir in all den Jahrzehnten in meiner Arbeit offenbart hat lautet: Es gibt außerhalb von uns niemanden, der uns erlösen kann, außer wir selbst. Weder der beste Therapeut, Arzt oder Priester noch jeder gutgemeinte „Rat-schlag“ oder wohin wir auch sonst noch geflohen sind, um uns selbst zu entkommen, kann uns erretten.
Solange wir im dunklen Kind festhängen, und das sind die Meisten von uns, können wir nicht erkennen, dass die Heilung und die Verwandlung nur durch uns selbst geschehen kann. Wir tragen mit unserer Seele alles in uns, was wir für unsere Genesung brauchen. Vor allem haben wir auch einen Körper, der von sich aus alles dafür unternimmt, wieder heil zu werden, wenn wir nicht ständig gegen ihn arbeiten würden.
All den Müll, den wir in uns angereichert haben, hat uns noch nie jemand wirklich abnehmen können. Warum? Weil es unser eigener Müll ist, für den nur wir selbst verantwortlich sind. Aber wir dürfen aufwachen und beginnen, unserem inneren Müll entgegenzugehen und ihn als Teil von uns zu uns zurück zu holen, so dass er sich verwandeln kann.
Ich achte jeden Menschen, wo er auch immer gerade stehen mag, auch wenn er sich hilflos und verzweifelt in den tiefsten Abgründen seines Lebens wiederfindet. Diese Haltung ist und war für mich immer die Grundlage, seit ich andere Menschen durch ihre eigene Seele begleiten darf. Die wichtigste Voraussetzung, um in diese neue Tür eintreten zu können, die uns in dieses seelische Nadelöhr führen möchte, ist, dieses seelisch-geistige Feld zu betreten, d.h. sich ganz auf diesen inneren Prozess einzulassen, in dem niemand von uns sagen kann, wohin er von seiner Seele geführt wird.
Der 1. Teil des Prozesses
Dieser Teil besteht darin, Ja zu sagen zu dieser neuen Lebensschule und sich so darauf einzulassen, wie es jedem möglich ist. Dieser Teil beinhaltet auch die Selbstverantwortung für die eigenen Schritte, die unsere Seele von uns fordern wird. Das bedeutet natürlich auch, regelmäßig an den Seminaren teilzunehmen, auch wenn unsere inneren Wächter immer wieder alles sabotieren wollen, um den nächsten Schritt nicht weitergehen zu müssen.
Der 2. Teil des Prozesses
Dieser Eingang in diesen neuen Raum wird uns jetzt alles abverlangen und uns mit allem fordern, was dafür not-wendig ist, um einen seelischen Quantensprung vollziehen zu können.
Über dem Eingang dieses Raumes ist ein Schild angebracht und dieses Schild steht hier nicht zur Zierde, sondern es wurde hier von 4 inneren Wesenheiten angebracht, die angetreten sind, darüber zu wachen, dass wir auf diesem Weg nicht fehlgehen und dass wir all dem zustimmen, was uns auf diesem Weg auch immer begegnen mag, um, von ihnen begleitet in unsere wirkliche Freiheit zu gelangen.
Die Namen dieser Wesenheiten sind Saturn, Pluto, Uranus und Neptun. Sie können wir mit unserem Ego nicht beeinflussen, vor ihnen können wir uns nur verneigen und uns von ihnen weiterführen lassen.
Auf diesem Schild ist eine Inschrift eingelassen. Diese lautet:
„Wanderer, der Du hier eintrittst, lass`alle Hoffnung fahren!“
An dieser Stelle wird also alles von uns gefordert und sie besteht darin, uns innerlich völlig nackt zu machen, so wie wir auch als Säuglinge in diese Welt geworfen wurden. Dies beinhaltet natürlich, dass sich sämtliche Widersacher und Wächter aufbäumen, um dies zu verhindern und diese bisher schützenden Hüllen wieder herzustellen. Auch Ihnen dürfen wir dankend entgegengehen, da sie unser bisheriges Leben am Leben erhalten haben. Dies beinhaltet natürlich auch, dass sich dann alle Wahrheiten, denen wir sonst entkommen wollten und vor denen wir durch unsere Wächter bisher geschützt waren, nun ins Licht unseres Bewusstseins treten müssen, denn dort wollen sie schon so lange hin.
Die nackte Wahrheit
Auf diesem Weg durch das Nadelöhr sind wir vollkommen auf uns selbst gestellt, denn diesen Weg müssen wir alle allein gehen. Hier werden wir ganz konkret mit unserer Einsamkeit konfrontiert. Das heißt nicht, dass es keine Kontakte zu anderen Menschen gibt, doch hier kann uns niemand etwas abnehmen. Wir können uns aber mitteilen, wo jeder gerade steht und welche „Hereinforderungen“ gerade auf jeden warten.
Wer bereit ist, diesen Schritt in das Nadelöhr zu gehen, wird bedingungslos mit seiner eigenen inneren Wahrheit konfrontiert. Was ist das für eine Wahrheit? Es ist in erster Linie die Wahrheit über unser inneres Kind bzw. über unsere inneren Kinder. Diese Wahrheit haben wir noch nie ertragen, da das Kind mit dieser Wahrheit immer überfordert war. So haben wir nichts unversucht gelassen, diesen Wahrheiten entkommen zu können. Unser ganzes bisheriges Leben war davon geprägt, diesen Wahrheiten entkommen zu können. 80 % unserer Lebensenergie haben wir für dieses Entkommen können geopfert.
Jeder Mensch wird im Laufe seiner Seelenreise von Inkarnation zu Inkarnation früher oder später von der Seele aufgerüttelt, um mit diesen Wahrheiten und den damit verbundenen Selbstlügen konfrontiert zu werden. Die nackte Wahrheit des Kindes bricht sich Bahn und wenn wir diesem Kind ausgeliefert sind, dann haben wir nur noch den Wunsch wegzulaufen, zu fliehen oder diesem Zustand ein Ende zu setzen. Was wir bisher zudecken und absichern mussten, um dieser Wahrheit auch weiterhin entkommen zu können, bricht sich hier unerbittlich Bahn und reißt uns mit sich, so dass wir uns in einem Zustand wiederfinden, den wir bisher meist erfolgreich verhindern konnten. An dieser Stelle ist das nun nicht mehr möglich.
Alles Leiden, alle Angst, alle Verzweiflung, Ohnmacht, Hilflosigkeit, jedes Suchtverhalten, gegenseitiger Missbrauch, Wut, Trauer, selbstzerstörerisches Verhalten, innere und äußere Gewalt, also all das, was wir als Kinder bereits erfahren haben, mussten wir gleichzeitig in die inneren Tresore unserer Seele in Sicherheit bringen, da wir es als Kinder sonst nicht überlebt hätten. All dies möchte schon so lange in unser Bewusstsein zurück, so dass es in uns endlich heilen darf. Um dieses Kind nicht erneut seinen inneren Dämonen auszuliefern, sind wir gezwungen, an dieser Stelle unseres Lebens aufzuwachen. Das heißt, uns daran zu erinnern, dass das Elend, das wir erleben das Erleben des Kindes ist und mit der aktuellen Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Hier sind wir aufgerufen, unseren inneren Erwachsenen zu aktivieren, der in der Lage ist, liebevoll auf dieses missbrauchte und zutiefst geschändete Kind zu schauen, ohne an diesem Kind etwas zu verändern. Er schaut nur auf dieses Kind mit seinem ganzen Leid und in dem ihm das gelingt kann er wahrnehmen, dass sich das ganze System sofort verändert. Das, was uns bisher unerträglich erschien, löst sich in dem Moment auf und der Erwachsene übernimmt das Ruder. Das Kind fühlt sich in diesem Moment sicher und das Drama löst sich auf – bis zur nächsten Welle.
Der Weg durch dieses Nadelöhr ist ein Weg, der von diesen Wellen geprägt ist und mit jeder Welle, die uns ins Erwachen bringt, wird es leichter. Es ist ein Weg der inneren Läuterung und des inneren Sterbens. Das, was hier sterben möchte, sind nur innere Haltungen, die wir aus Angst erschaffen haben, so dass wir unserer Wahrheit entkommen konnten. Wir sind hier gezwungen, uns bewusst zu machen, dass wir auf diesem Weg gescheitert sind. Diese Haltungen führen uns immer ins Verderben und halten uns von der Heilung fern.
Für unser Kind sind diese Wahrheiten und Erinnerungen die nackte Wahrheit, da es nie etwas anderes kennen gelernt hat. Deshalb ist es auch nicht möglich, an dem Kind selbst heilende Hand anzulegen. Das Kind erfährt Heilung, indem der Erwachsene auf den Plan tritt und auf alles schauen kann – ohne Absicht, ohne Wollen, ohne Furcht. Der Erwachsene ist in Kontakt mit der Wirklichkeit, so wie sie jetzt ist und nur zusammen mit ihm können wir durch das Nadelöhr geführt werden.
Dieser 2. Teil des Prozesses ist also der Weg durch das Nadelöhr. Dieses Nadelöhr ist im Grunde ein innerer Höhlenweg, den wir hier zu beschreiten haben. Jeder Schritt durch dieses Nadelöhr hat seine eigene individuelle Zeit. Es gibt Momente, wo wir länger verweilen müssen oder wollen, bevor uns der nächste Schritt weiterführt. Auch wenn wir scheinbar erst einmal stehen bleiben, da wir meinen, jenem Ort noch mehr Aufmerksamkeit geben zu müssen, oder wenn das verwundete Kind so sehr im Vordergrund ist, dass der Erwachsene nicht zu ihm durchdringen kann, so bleiben wir doch in Wahrheit immer in Bewegung, auch wenn es uns selbst nicht so vorkommt. Diese Bewegung führt uns immer nach vorne, niemals wieder zurück. Selbst wenn unser Verstand wieder die Herrschaft übernehmen möchte um uns zur Umkehr zu zwingen, bleiben wir hier stehen, ob wir wollen oder nicht. Das ist seelisches Gesetz. Die Seele kann eine Auszeit einräumen, aber sie wird uns dann mit dieser Angst immer konfrontieren, so dass wir sie zu uns holen und anschließende weitergehen können.
Neben der Angst und all den anderen seelischen Anteilen, denen wir auf diesem Weg durch unser Nadelöhr begegnen werden, ist es vor allem auch unsere Sehn-sucht, der wir Zeit unseres Lebens ausgeliefert sind. Über viele Jahre haben wir alles unternommen, um diese Sehnsucht in uns innerhalb der Welt erfüllt zu bekommen. Hier müssen wir uns eingestehen, dass diese Sehnsucht niemals durch irgend etwas im Außen erfüllt werden kann, sondern nur in unserem eigenen Inneren. Es ist die Sehnsucht nach uns selbst, als göttliche Wesen.
Wenn wir in dieses Nadelöhr eintreten wird es zunächst einmal vollkommen dunkel um uns herum. Wenn wir dazu bereit sind, dann nimmt uns unsere Seele immer an der Hand und führt uns zu all dem, was uns noch fehlt und was wir verloren bzw. geopfert haben. Nur in dieser Dunkelheit können wir all dem gewahr werden, was uns in der Angst und im Leiden festgehalten hat und was uns von unserem wirklichen Leben mit all seiner Erfüllung ferngehalten hat.
Hier warten unsere Ängste und verlorenen Wesenheiten bereits auf uns und möchten uns aufwecken, so dass wir von ihnen gezwungen werden, uns ihnen auszusetzen. So folgt eine Prüfung auf die andere und jede Prüfung fordert immer genau jene Person oder jenes Thema, für das wir gerade an dieser Stelle der Reise reif sind. Auch das ist seelisches Gesetz.
Je mehr wir hier lernen, mit unseren Wahrheiten über uns konfrontiert zu werden und zu lernen, diese in unser Bewusstsein zu holen, umso mehr können wir erleben, dass der Weg im Laufe der Zeit immer etwas heller und vor allem auch leichter wird.
Wir geben uns einer Bewegung hin und wir atmen weiter, ohne etwas verstehen zu müssen, denn der Verstand hat uns hier am Eingang bereits verlassen, da er uns hier nur daran hindert, weiterzugehen.
Das Nadelöhr, von dem ich hier spreche, ist den Meisten von uns schon vertraut, da wir durch dieses Nadelöhr schon einmal gehen mussten. So waren wir schon damals dazu aufgefordert, als wir den Bauch unserer Mutter verlassen mussten, um in unser Leben geworfen zu werden. Dieser Weg durch den Geburtskanal blieb uns allen nicht erspart, zumindest all jenen, die das Glück hatten, eine natürliche Geburt zu erfahren und durch diesen Kanal zu gehen. Um durch diesen Kanal zu gelangen, mussten wir uns schon damals einer gewissen Läuterung aussetzen, die darin bestand, alles loszulassen und zu sterben, was jetzt notwendig war, um das Licht der Welt betreten zu können.
Wir haben also diese Erfahrung, durch das Nadelöhr zu gehen, schon einmal erlebt, wir haben es nur vergessen. Der Eingang in dieses Nadelöhr war damals schon sehr eng und er wird wieder eng sein. An der engsten Stelle werden wir mit unserer Angst hautnah konfrontiert. Gerade sie fordert hier unerbittlich von uns, dass wir uns ganz auf sie einlassen, mit voller Bewusstheit und hellwach, so dass sie sich in dem Moment auflösen und der Raum sich erweitern kann.
Hier noch eine Anmerkung zu diesem 2. Teil des Prozesses.
Zusammen mit einigen bisherigen Teilnehmern vor allem im Rahmen von „Die Bewegungen des Geistes“ durften wir vermehrt die Erfahrung machen, dass diese Kraft, die uns alle führt, immer mehr in die Präsenz kommen kann. Das heißt, wir konnten immer mehr die Erfahrung machen, dass diese Kraft stärker ist als alles, was wir an Elend, Angst, Leiden usw. in uns festhalten. Das heißt für uns, dass wir unserer Erlösung nicht entkommen können, so sehr wir uns auch dagegenstellen wollen.
Das heißt, auf unser Nadelöhr übertragen: Mit jedem Schritt auf dem wir dort weitergeführt werden, bricht all das, was uns im Leiden festgehalten hat, in der Angst und vor allem auch in der Selbstlüge, immer schneller zusammen und der weitere Gang wird dadurch immer leichter.
Die Zeit ist nun reif, uns selbst an die Hand zu nehmen und so spüre ich eine große Gelassenheit und Freude bei dem Gedanken, diesen Weg mit all jenen Menschen weiterzugehen, die den Mut haben, sich selbst bedingungslos auszusetzen, mit allem, was es von uns fordert, um in ein neues Bewusstsein geführt zu werden.
Der Tod und das Leben
Diese beiden Säulen des Menschseins sind für die meisten von uns scheinbar unvereinbar, ja für die meisten Menschen stehen sie in krassem Gegensatz zueinander.
Bei Licht betrachtet können wir, v.a. durch unsere Aufstellungsarbeit die Erfahrung machen, dass sie sich nicht gegenüberstehen, sondern dass sie sich gegenseitig bedingen und so füreinander Voraussetzung sind, um existieren zu können. Ohne Tod gibt es kein Leben und umgekehrt. Wir dürfen immer wieder die Erfahrung machen, dass es das Leben nur geben kann, wenn auch der Tod seine Berechtigung von uns erhält, d.h. wenn wir auch bereit sind, unserem Tod schon während unseres Leben entgegen zu gehen, denn er fordert jeden Tag den einen oder anderen Sterbeprozess von uns. Halten wir uns allerdings aus Angst vor ihm fern, dann halten wir auch unser Leben von uns fern.
Es geht also in unserem ganzen Leben nur um Leben und Tod. Vor allem mit dieser Erfahrung werden wir auf unserem Weg durch das Nadelöhr konfrontiert werden.
Der 3. Teil des Prozesses
Über diesen Teil etwas zu sagen ist im Grunde sehr anmaßend, da wir davon nicht einmal den Hauch einer Ahnung haben. Hier bewegen wir uns mit unserem Bewusstsein auf der Ebene des Traumes, den Nebeln von Avalon. Dieser Schritt offenbart sich für uns als „Heimkommen“, jenseits der Angst und damit an jenen Moment, wenn der Tropfen ins Meer fällt und als Tropfen verschwindet, um sich im All-Einen zu entfalten.
Mir wurde durch meine Hirnblutung die Gnade erwiesen, für einen Moment in diesen Zustand des All-einen getaucht zu werden, so dass ich erfahren durfte, wohin unser aller Reise uns führen möchte. So wurde ich wieder in dieses Leben zurück geschickt, um bewusst durch mein eigenes Nadelöhr zu gehen und andere Menschen dabei zu unterstützen, sich ebenfalls auf diesen Weg zu machen.
Am Ende dieser Reise durch unser Nadelöhr erweitert sich der Pfad bis er uns schließlich ganz frei gibt. Die Vision, die sich uns hier offenbart ist wie ein Bild. Es ist das Bild von einer Barke, die hier schon sehr lange vor Anker liegt und auf uns wartet. Wenn wir am Ende des Nadelöhrs angekommen sind, werden wir eingeladen, alle Angst, alle Trennung, Abspaltung und Opfer die wir gebracht haben geläutert hinter uns zu lassen und diese Barke zu betreten, so dass wir diese bisherigen Gestade endlich verlassen dürfen, um in ein „neues Blau“ geführt zu werden.
Dies ist nur ein Bild, denn diese Wirklichkeit können wir noch nicht erkennen und sie würden wir, dort wo wir gerade noch stehen, auch noch gar nicht aushalten. Um das Ziel brauchen wir uns nicht zu kümmern, denn das kommt immer von alleine auf uns zu. Es reicht, wenn wir den Mut haben und uns selbst die Erlaubnis geben, den ersten Schritt zu gehen.
Herzlich Willkommen!
Hier geht es zur Bewerbung, zum Schnupperwochenende und zur Anmeldung zur neuen Arkanum-Lebensschule.