Arkanum Praxis für Therapie, Homöopathie, Astrologie, Familienstellen in Lindau am Bodensee
wasserfaeden-arkanum

Der eigene Lebensfaden

Das Seminar

Anmeldung

der eigene Lebensfaden

Dieses Seminarangebot möchte ein ganz besonderes Lebensthema in den Fokus unserer Betrachtung richten.

Auf unserer Seelenreise wurde uns unser Lebensfaden in die Hände gelegt, der uns davor bewahren soll, dass wir in den Tiefen unserer Seele verloren gehen.
In der Geschichte um den Ariadne – Faden kommt dies folgendermaßen zum Ausdruck:
Hier bekam Theseus von Ariadne diesen „roten Faden“ mit auf seinen Weg in das unterirdische Labyrinth, in dem er auf den Minotaurus treffen sollte, um ihn zu töten. Der lange rote Faden sollte ihn wieder sicher ans Licht des Tages führen.

Dieser rote Faden wurde auch jedem von uns in die Hand gelegt, damit wir, wenn wir unseren rechten Pfad verlassen, mit seiner Hilfe wieder aus dem Dunkeln ins Licht geführt werden können.
Bei Licht betrachtet können wir aber erkennen, dass wir in beiden Händen jeweils einen roten Faden halten.
Der rote Faden in der rechten (männlichen) Hand ist rot und sehr stark. In der linken (weiblichen) Hand befindet sich ein roter und langer, aber sehr dünner Faden, den unsere Finger nur mit Mühe fühlen können.

Der rechte, starke Faden ist kurz und hört nach einer Weile auf. Obwohl unser Weg weitergeht, kommen wir mit ihm an ein Ende. Am Ende angekommen, drehen wir uns und gehen zurück zum Ausgangspunkt. Von dort aus gehen wir diesen Weg noch mehrere Male und gelangen jedes Mal zum gleichen Ergebnis.
So drehen wir uns im Kreis und wundern uns vielleicht, dass wir nicht weiter kommen. Doch für ein wirkliches Weiterkommen reicht dieser Faden nicht aus. Mit ihm bewegen wir uns in sich wiederholenden Vertrautheiten, ohne den möglichen Ausgang zu erreichen.

Dieser rechte starke Faden steht auch für unser Hamsterrad, in dem wir uns tagein, tagaus bewegen, in der Hoffnung, unsere Ziele zu erreichen, endlich erfolgreich zu sein, endlich den liebenden Partner, Anerkennung und materiellen Reichtum zu bekommen bzw. etwas Bedrohlichem entkommen zu können. Unser Ego und damit unsere Angst, lässt uns in diesem Hamsterrad rennen, als ob der Teufel hinter uns her wäre – und das ist er auch. Er verkörpert allerdings all jene Anteile von uns, die wir einst fortwarfen und so hat er die Aufgabe, sie uns hinterher zu tragen, so dass wir sie endlich wieder zu uns zurückholen können.

Irgendwann in unserem Leben – vielleicht zum ersten Mal um unseren 42. Geburtstag herum – werden wir von unserem Schicksal mehr oder auch weniger sanft berührt, was uns dazu zwingt, inne zu halten. Dies geschieht z.B. durch eine Krankheit, den Verlust des Partners oder des Arbeitsplatzes usw.
In diesem Innehalten haben wir die Möglichkeit, uns an den dünnen Faden in unserer linken Hand zu erinnern. Dieser dünne Faden war für uns bisher kaum wahrnehmbar.

Meist werden wir vom Schicksal dazu gezwungen, uns die Frage zu stellen, ob wir bereit sind, den starken roten Faden in unserer rechten Hand loszulassen und uns dem dünnen Faden in unserer linken Hand anzuvertrauen, der uns sicher durch das Labyrinth unseres Lebens führt.
Dieser dünne Faden kann uns zu einem anderen Ausgang und auf eine andere Ebene führen. Gleichzeitig können wir uns fragen, was denn der dicke rote Faden in unserer rechten Hand ist. Auf ihn haben wir bisher unsere ganze Hoffnung gesetzt und wir konnten uns immer mühelos auf ihn verlassen.

Der starke, rote Faden ist unser gutes Gewissen, das uns im Labyrinth unseres Lebens nur eine kleine Strecke weiter führt, doch am Ende erkennen wir, dass wir uns im Kreis bewegt haben, da er uns immer wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück geführt hat. Dies geschieht deshalb, da wir mit seiner Hilfe laufend zwischen Gut und Böse unterscheiden und unsere Liebe dabei schnell zu einem Ende kommt. Das, was uns in einem helleren Licht erscheinen könnte verbleibt so im Dunkeln.
Zurück am Ausgangspunkt orientieren wir uns kurz, finden alles in Ordnung und beginnen das gleiche Spiel von vorne.

Die Frage ist nun, wie sich unser dünner rote Faden in unserer linken Hand anfühlt. Wir fühlen ihn, wenn wir uns dem hingeben, was ist und so wie es ist.
Wir fühlen ihn in der Liebe und der Zuwendung zu allem, wie es ist, in der
Zuwendung zum Guten und zum Bösen gleichermaßen, jenseits von unserer
Schuld und Unschuld.
Dieser dünne rote Faden fordert von uns, ständig inne zu halten um zu prüfen, wo wir gerade stehen und ob wir ihm noch folgen.

Woran erkennen wir, dass wir noch in Kontakt sind mit ihm?
Wir fühlen uns von ihm sanft gezogen, ohne dass wir das Gefühl haben, selbst einzugreifen. Wir spüren das als tiefe Ruhe, jenseits der Hektik unseres Daseins. Wenn wir uns diesem dünnen Faden anvertrauen, dann führt er uns sicher aus dem Labyrinth dem Ausgang entgegen, wo wir ein Licht erblicken, dem wir uns langsam nähern können. Wenn wir am Ende des Labyrinths angekommen sind, stellen wir fest, wie scheinbare Gegensätze verschwimmen. Hier fühlen wir uns mit allem, so wie es ist, eins, mit einer alles umfassenden Liebe.

Wenn wir uns, getrieben von unseren Vorstellungen, wie das Leben zu sein hat und getrieben von dem Glauben an Gut und Böse, auf unseren dicken roten Faden ausrichten, dann können wir erkennen, dass es uns unendliche Mühe bereitet, diesem Faden zu folgen. Es kostet uns unzählige Kraftanstrengungen, die wir bereit sind auf uns zu nehmen, um unsere Vorstellungen und Bilder, denen wir tagtäglich hinterherjagen, aufrecht zu erhalten. Es ist in erster Linie unsere Angst, die uns hier knebelt und die uns dadurch im Leiden festhält.

Warum kostet es uns so eine große Kraftanstrengung? Da all das, was wir innerhalb unseres Hamsterrades am Leben erhalten, nicht wahr ist.
Wenn wir den Mut haben, uns unserem dünnen Faden anzuvertrauen, können wir feststellen, dass alles ohne Anstrengung und Mühelos verläuft. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir bereit sind, den Weg in unsere selbst erschaffene Hölle aufzusuchen und uns vor allem unserer Angst zu stellen. Est wenn wir durch all unsere Ängste gegangen sind, denn sie haben nie in Wirklichkeit existiert, können wir eines Tages unsere Hölle wieder verlassen und unsere Seele nimmt uns an der Hand und bringt uns in Kontakt mit dem dünnen, aber unendlich langen Faden unf zu unserer Liebe.

Die Bewegungen des Geistes, denen wir in unserer Aufstellungsarbeit begegnen, weisen uns sogar einen Weg, wie wir die Grenzen zwischen Völkern und Religionen überschreiten können. Z.B. bei Völkern, die zuvor miteinander Krieg führten. Wir beweinen gemeinsam die Toten von beiden Seiten und reichen uns über die Gräber hinweg die Hände. Beide bleiben unten, ohne sich über die anderen zu erheben. An dieser Stelle kann Frieden in die Seelen beider Seiten einziehen.