Neben den Seminaren mit Familienstellen und den begleitenden Seelenreisen in meiner Praxis, bietet die ARKANUM – Lebensschule einen geeigneten Rahmen und Ort, wo wir uns auf die Suche nach all jenen inneren Anteilen machen können, die wir aus Angst, Widerständen und Vorstellungen erschaffen haben, um unserer göttlichen Kraft, die immer in uns war und ist, entkommen zu können.
Der Hintergrund
„Wem der Teufel nicht mit Gewalt den Hals in den Rücken dreht,
der wird auf seinem unaufhaltsamen Weg ins Land der Schatten niemals den Aufgang des Lichtes erblicken. Wer aufwärts klimmen will, muss abwärts steigen, dann erst kann das Untere zum Obern werden.“
(Gustav Meyrink)
Als Seelenwesen, die sich seit Äonen von Inkarnation zu Inkarnation schleppen, um die Erfahrungen der Abspaltungen, Trennungen, die Erkenntnis von Gut und Böse, Mann und Frau immer und immer wieder machen zu wollen, begleitet uns unsere Seele seit Anbeginn auf diesem Weg. Es ist unsere Reise der Seele, die hier auf Erden liebevoll auf uns schaut, auch wenn wir mitunter das Gefühl haben, in den Tiefen des Verderbens verloren zu gehen.
Unsere Seele schaut von außen auf dieses Schauspiel und hat nur den Wunsch, dass wir uns an sie erinnern, als unser unsterblicher Anteil der Liebe und weit darüber hinaus.
Auf diesem irdischen Weg haben wir eine innere Wesenheit erschaffen, die nur hier auf dieser Erde ihr Dasein fristet und die so eine wichtige Berechtigung für uns hat: unser Ego.
Unser Ego ist die zentrale Erscheinung auf unserem Erdenweg, denn nur zusammen mit ihm können wir diese Erfahrungen machen, die wir uns für unsere Schule des Lebens ausgesucht haben und die wir machen wollten. So ist unser Ego nicht etwas, was wir loswerden sollen, um es überwinden zu können, sondern es ist ein wichtiger Bestandteil unseres Daseins.
Unserem Ego geht es nicht darum, dass wir gegen es kämpfen, auch wenn wir das mitunter sehr heftig praktizieren, unserem Ego geht es allein darum, ihm entgegenzugehen und es als zentraler Teil von uns anzuerkennen. Ohne unser Ego gibt es für uns auf diesem Weg kein Weiterkommen und keine Erfahrung, die wir in diesem Körper machen möchten.
Alle Erfahrungen, die wir hier auf dieser Erde machen möchten, um sie zu uns zurückholen zu können, basieren auf der Existenz unseres Egos. So ist es der Herrscher unseres menschlichen Bewusstseins. Symbolisiert wird das Ego durch die alles überstrahlende Sonne im Außen wie auch in unserem Inneren. Die Sonne ist das Zentrum auf unserer inneren Lebensbühne und ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, alle anderen Anteile in uns, verkörpert durch unsere inneren und äußeren Planeten bzw. unsere inneren Personen, zu bestrahlen. Das ist die zentrale Aufgabe unseres Egos, also unserer Sonne.
Erst wenn sich alle unsere inneren Personen von unserer Sonne angenommen fühlen und sie alle diese Personen mit ihrer Sonnenkraft bestrahlt, kann die Energie unserer Sonne zu den einzelnen Planeten fließen, so dass sie ihren Weg gehen und ihre Aufgabe erfüllen können.
Diese Sonnenkraft, in ihrer erlösten Form, hat kein Interesse daran, die Qualitäten der einzelnen inneren Personen zu bewerten. Sie scheint auf alle gleichermaßen. So wie ein Vater schaut sie auf alle ihre „Kinder“, um ihnen die Lebenskraft zur Verfügung zu stellen.
Da wir alle diese innere Sonne, diesen inneren und äußeren Vater noch nicht wirklich genommen haben, entwickelten wir eine Gestalt, die ich als unser Ego bezeichne. Es ist eine Gestalt, die spaltet, die sich an Gut und Böse orientiert und die sich vor allem an all dem ausrichtet, was wir selbst „wollen“. Mit diesem Wollen stellen wir uns selbst in den Mittelpunkt, so wie es die Sonne ja auch macht. Dies ist allerdings in der Regel ein unbewusster Akt, der davon geprägt ist, das was wir nicht wollen zu eliminieren, zu vernichten um uns auf die andere Seite der Medaille stellen zu können, dorthin, wo wir uns sicher fühlen und wo sich das Leben angenehmer leben lässt.
So haben wir von Anfang an begonnen, uns gegen diese Sonne zu stellen, um ihre Bahn beeinflussen zu können, nach unserer eigenen Vorstellung. Gleichzeitig haben wir uns auch über unseren Vater gestellt, der uns mitunter „geschurigelt“ hat, was offensichtlich notwendig war, um erwachsen zu werden. Wir wollten lieber im Kind bleiben, dort, wo keine Verantwortung an uns herangetreten wird, sondern wo wir die Verantwortung nach außen abgeben konnten.
n dieser Stelle unserer Seelenreise bewegen sich die Meisten von uns nach wie vor und dann wundern wir uns, wenn uns Saturn, unser innerer Meister mit seiner Strenge zurechtweisen muss, damit wir nicht verloren gehen und wir auf unserem Weg weitergehen können. Dieser Weg ist immer der Weg des Schmerzes und des Leidens. Auch diese Erfahrungen sind wir angetreten immer wieder machen zu müssen, so lange, bis wir bereit sind, für alles, was uns in unserem Leben widerfährt, die volle Selbstverantwortung zu übernehmen.
Unser Ego empfindet so etwas immer als Gemeinheit und jammert über die Ungerechtigkeiten die wir erleben müssen. Es gibt in unserem Leben keine Gerechtigkeit, denn das war nie vorgesehen, es gibt immer nur Folgerichtigkeit. Folgerichtigkeit bedeutet, gegen ein seelisches Gesetz verstoßen zu haben und nun folgerichtig mit den Konsequenzen rechnen zu müssen. Dies ist aber keine Gemeinheit unserer Seele, sondern der Versuch des Ausgleichs dessen, was uns in unserem Bewusstsein noch fehlt und was wir verloren haben.
Die Läuterung des Egos
Da uns unser Ego immer wieder eine Falle stellt, auf die wir dann folgerichtig hineinfallen, haben manche von uns begonnen, alles dafür zu tun, um diesem „bösen“ Ego den Garaus zu machen und so lassen wir nichts unversucht, was uns dabei unterstützen könnte, vom Ego endlich frei zu werden – und siehe, wir scheitern!
Je mehr wir versuchen, unserem Ego entkommen bzw. es zu „droppen“, umso mehr muss sich sein Widersacher Raum verschaffen, der zunächst nur den Auftrag hat, uns zu verführen, indem er uns zeigen möchte, was wir zu tun haben, um dem Ego doch noch erfolgreich entkommen zu können. Der Name dieses Widersachers ist „Pluto“. Ihm sind wir alle auf den Leim gegangen und machen es Tag für Tag weiter, ohne dass wir es merken. Da er uns immer wieder gegen die Wand laufen lässt, bzw. in die tiefsten Abgründe stürzt, haben wir als Menschheit seit Anfang an begonnen, auch gegen ihn in den Krieg zu ziehen – und auch hier können wir nur scheitern.
Mit seiner Unerbittlichkeit drückt er uns ins Eck, bis wir nur noch kapitulieren können. Jede tiefe Depression ist ein seelischer Akt, der uns zu dieser Kapitulation führen möchte. Eine Depression ist von daher notwendig und jeder Mensch muss eher früher als später diesen Weg durch seine innere Dunkelheit gehen, ob uns das gefällt oder nicht.
Nur durch diese Depression, also wenn uns alles aus der Hand genommen wird, wenn unser Ego die Segel streichen muss und wir gezwungen sind in die Hingabe zu gehen – ohne Wollen, ohne Absicht, ohne Furcht, erst dann kann die Heilung beginnen. Diese Heilung ist immer ein Akt der Läuterung und der Zustimmung zu allem, was ist. Das ist die größte „Hereinforderung“ für unser Ego, denn das ist sein natürliches Ende. Nicht dadurch, dass wir es besiegt haben, sondern dadurch, dass wir uns ihm hingegeben und in unser Herz genommen haben.
Dies ist immer ein tiefer inneren Sterbeprozess, der hier von uns allen immer wieder gefordert wird. Diesem Sterbeprozess können wir nie entkommen. Wir haben nur die Möglichkeit, uns gegen dieses Sterben zu widersetzen, was unser Leiden umso mehr verstärkt, oder wir sind bereit, unsere Hände zu öffnen, die wir aus Angst geschlossen hatten, um unserer Wahrheit über uns selbst entkommen zu können.
Unsere Seele, unser Ego und vor allem auch unser Pluto tun alles dafür, unsere Augen zu öffnen, so dass wir unsere innere Wahrheit erkennen können, auch wenn uns die Maßnahmen, die hier getroffen werden müssen, nicht gefallen. Es ist der Kampf Michaels gegen den Drachen. Solange wir den Drachen noch als Böse betrachten, der vernichtet werden muss, haben wir noch nichts verstanden und so werden wir die Drachen weiterhin versuchen zu bekämpfen und somit am Leben erhalten. Der Blick auf unsere äußere Welt zeigt uns dies seit Anbeginn der Menschheit jeden Tag.
Der Drache kann nicht getötet werden, aber wir können alles dafür tun, so dass er von uns selbst erlöst werden kann. Dieser Schritt fordert alles von uns. Die Frage, die sich hier stellt ist: In wen oder was verwandelt sich der Drache, wenn er einen Platz in unserem Herzen bekommen kann? Er verwandelt sich immer in unsere Mutter. Sie hat uns in dieses Leben „geworfen“, durch sie wurde uns unser Leben geschenkt.
So ist unsere Mutter, also das Weibliche, jener Anteil in unserer Seele, der das bedingungslose „Ja“ zum Ausdruck bringt. Allem zuzustimmen, was ist und wie es ist. Sie möchte uns daran erinnern, so dass wir erkennen können, was uns noch fehlt. Auf diesem Hintergrund können wir sehen, dass jeder von uns immer die beste Mutter hatte, für jeden von
uns immer genau passend.
An und mit unserer Mutter darf sich jeder von uns „abarbeiten“. Unsere äußere Mutter spiegelt uns immer in erster Linie unsere innere Mutter, die wir schon seit Anbeginn unserer Seelenreise in uns tragen. Gerade sie möchte wieder zu uns zurück und ohne sie kann sich unser Ego nicht verwandeln. Ohne sie bleiben wir im Tropfen des Egos und damit im Kampf verhaftet, so dass er sich nicht dem All-einen und der Einheit hingeben kann, wo es keine Trennung mehr gibt, wo sich jedes „Ich“ auflöst und nach Hause zurückkehren kann.